Studie
Erst kochen, dann posten: Für die Generation Z ist Essen Content
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Die Generation Z ist die erste Generation, die in eine digitale Welt geboren wurde. Sie ist mit Internet, Social Media und Smartphone aufgewachsen. Verständlich, dass die Digitalisierung deshalb auch in ihrer Ernährung eine große Rolle spielt. Ganz nach dem Motto: Herd an, Handy raus!
Auge und Smartphone essen mit
Ein Ergebnis, das vor diesem Hintergrund dennoch beeindruckt: Jede fünfte Person teilt täglich Inhalte rund um das eigene Essen, knapp jede weitere fünfte mindestens wöchentlich. Zusammengenommen veröffentlichen damit fast zwei von fünf Befragten mindestens einmal pro Woche Food-Content. Gleichzeitig verzichten 31 Prozent vollständig darauf. Und wie sieht es bei den Geschlechtern aus? Männer teilen etwas häufiger regelmäßig Food-Content als Frauen: Täglich tun dies 22 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen, wöchentlich 22 beziehungsweise 16 Prozent.
So die Ergebnisse der repräsentativen Studie „Gen Z und Ernährung 2026“, die das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag der Deutschen Geflügelwirtschaft durchgeführt hat. Befragt wurden 2.000 Menschen im Alter zwischen 16 und 29 Jahren. Erstauflage der Studie war im Jahr 2024.
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Warum posten junge Menschen ihr Essen auf Social Media?
Essen ist für die Gen Z nicht nur attraktiver Content, sondern auch mit Genuss, besonderen Momenten und Gemeinschaft verbunden. Gut ein Drittel (35 Prozent) postet Gerichte, weil sie gut aussehen. Drei von zehn (30 Prozent) wollen Erinnerungen festhalten, gut ein Viertel der Studienteilnehmer (27 Prozent) möchte besonderes Essen mit anderen teilen. Likes und Aufmerksamkeit sind nur für etwa jede siebte Person ein Motiv.
Es geht also auch um Selbstdarstellung und soziale Beziehungen bei den Social-Media-Aktivitäten. Food-Content zeigt längst nicht mehr nur Kochrezepte; er spiegelt den persönlichen Lebensstil und die eigene Identität wider. Die Zahlen dazu: Rund ein Viertel zeigt über Food-Content den eigenen Lebensstil (26 Prozent) oder persönliche Interessen (23 Prozent). 21 Prozent der Personen teilen Inspiration oder Rezepte.
Weitere Ergebnisse, die überraschen: Die Gen Z achtet besonders auf eine bewusste Ernährung, Genuss und Selfcare. Und sie kocht deutlich häufiger selbst, als es das gängige Convenience-Stereotyp vermuten lässt. 53 Prozent der Befragten geben an, täglich selbst zubereitete Mahlzeiten zu Hause zu essen. Bei Frauen ist dieser Anteil etwas höher (57 Prozent) als bei Männern (48 Prozent).
Die Gen Z kocht selbst. Sie entscheidet bewusst und weiß genau, was ihr wichtig ist: Guter Geschmack, Gemeinschaftserlebnis, ausreichende Proteinversorgung, der Preis und eine einfache Zubereitung müssen zusammenpassen. Geflügelfleisch trifft genau diesen Nerv: Es schmeckt, liefert hochwertiges Protein und lässt sich unkompliziert mit Gemüse, Salaten oder Bowls kombinieren.
Welche Rolle spielt die Herkunft des Geflügelfleischs?
Beim Geflügelfleisch gilt: Auf die Herkunft kommt es an. Heimisches Geflügelfleisch „Made in Germany“ steht unter anderem für hohe Standards bei Qualität, Tierwohl, Umwelt- und Verbraucherschutz, kurze Lieferketten sowie eine effiziente, ressourcenschonende Produktion. So wichtig sind diese Standards der Gen Z: Beim Einkauf achten 29 Prozent meistens und 18 Prozent immer auf die Herkunft. Im Restaurant ist es dann aber nur noch rund ein Viertel: „Immer“ antworten 8 Prozent, „Meistens“ 17 Prozent. Bei Imbiss und Take-away sowie in Kantinen oder Mensen geschieht dies sogar noch ein wenig seltener.
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Social Media statt Google-Bewertungen
Wer die Generation Z an seine Restauranttische locken oder für Rezepte begeistern möchte, braucht mehr als nur gute Google-Bewertungen. Die junge Generation wählt ihre Food-Spots nach eigenen Regeln aus. Bei der Wahl von Gerichten lässt sie sich stark von Social Media, KI und Influencern inspirieren. Auf die Frage, woher sie Impulse für Gerichte und Orientierung im Hinblick auf ihre Ernährung erhält (Mehrfachnennungen möglich, daher in Summe über 100 Prozent) antworten 39 Prozent, dass sie im Netz recherchieren. Jeweils 26 Prozent folgen Social-Media-Trends und befragen KI-Anwendungen, 25 Prozent folgen Influencern und Content Creators, 21 Prozent setzen auf Ernährungs-Apps oder Tracker, 14 Prozent lesen Online-Artikel oder Blogs.
Fazit: Die Gen Z kocht gerne selbst, achtet auf ausreichend Protein in der Ernährung, bringt eigene Geschmacksvorlieben mit und überrascht mit einem anderen Konsumverhalten als vorherige Generationen. Sie teilen gerne schöne Momente mit gutaussehendem Essen und zeigen das – online wie offline.